Der IUCN-Weltnaturschutzkongress findet vom 9. bis 15. Oktober 2025 in Abu Dhabi statt und bringt Regierungen, Wissenschaft, NGOs und Gemeindevertreter zusammen, um Prioritäten für Biodiversität und Klima zu setzen. Unter dem Motto „Powering transformative conservation“ verbindet der Kongress Debatten, Forschung und Verpflichtungen im Rahmen des Forums, der Mitgliederversammlung und einer internationalen Ausstellung.

Trotz des breiten Programms ragen einige Sitzungen heraus, die sich direkt mit Ökosystemen und Wildtieren befassen. Sie zeigen, wie Naturschutzforschung und -politik in praktisches Handeln umgesetzt werden können.

Küsten und Flüsse renaturieren

Am 10. Oktober (08:30–10:30 Uhr, GMT+4) wird „Managing our Mangroves: lessons in conservation and restoration from the UAE and beyond“ praxisnahe Fallstudien vorstellen, die die Wiederherstellung von Mangroven stärken. Die Environment Agency Abu Dhabi leitet die Sitzung gemeinsam mit Partnern wie der Zoological Society of London, Wetlands International, Emirates Nature-WWF und der Global Mangrove Alliance. Im Mittelpunkt stehen skalierbare Methoden, die den Küstenschutz und die Kohlenstoffspeicherung verbessern.

Auch Süßwassersysteme sind eine Priorität. Die „Freshwater Challenge: Accelerating freshwater ecosystem conservation and restoration“ am 11. Oktober (16:00–17:30 Uhr, GMT+4) zeigt Fortschritte auf und skizziert nächste Schritte zur Renaturierung von Flüssen und Feuchtgebieten. Partner sind unter anderem Wetlands International, Conservation International, The Nature Conservancy, WWF International sowie Behörden aus mehreren Regionen.

Wildtiere als Klimaschutzlösung

„Mobilising the role of wild animals in ecosystems as a climate solution“ am 11. Oktober (09:30–10:10 Uhr, GMT+4) zeigt, wie Wildtiere Kohlenstoffspeicherung und ökologische Stabilität fördern. Die Sitzung wird vom IFAW gemeinsam mit der Climate Crisis Commission, der Global Rewilding Alliance und der IUCN organisiert.

Auch der Schutz großer Katzen steht am 10. Oktober (14:00–15:30 Uhr, GMT+4) auf dem Programm. Die Sitzung, organisiert von der Zoological Society of London und Partnern wie Panthera France, WCS und The Corbett Foundation, beleuchtet Gefahren, Habitatbedürfnisse und Möglichkeiten, weltweites Handeln zu koordinieren.

Regionale Zusammenarbeit gegen Wildtierkriminalität

Die Sitzung „Fostering regional collaboration to disrupt illegal wildlife trade in the MENA region“ findet am 13. Oktober (12:00–13:00 Uhr, GMT+4) statt. Veranstalter ist IUCN West Asia zusammen mit WAZA, Species360 und EAZA. Im Mittelpunkt stehen grenzüberschreitende Strategien, um gefährdete Arten zu schützen und den Schmuggel einzudämmen.

Die genannten Sitzungen verdeutlichen die Bandbreite der Themen, die der Kongress anpackt – von der Wiederherstellung von Ökosystemen bis zur Bekämpfung von Wildtierkriminalität. Viele weitere Veranstaltungen sind geplant, sodass Abu Dhabi 2025 zu einem zentralen Treffpunkt für den Naturschutz wird. Die Anmeldung ist weiterhin möglich: Eine späte Online-Registrierung ist ab sofort offen, die persönliche Anmeldung startet am 8. Oktober.